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Meine absolute Leidenschaft liegt jedoch bei den Tropheus-Arten. Diese Aufwuchsfresser kommen im See in den lichtdurchfluteten Bereichen mit Geröll (Felslitoral), je nach Art und Standort eventuell durchsetzt mit kleineren Sandflächen, vor.

In diesem Bereich gedeihen die Algenarten, welche die Tropheus mit ihrem angepassten unterständigen Maul, durchsetzt mit vielen kleinen Raspelzähnchen, abweiden. Der Sand dient dabei auch zur Unterstützung der Verdauung. Er wird oft vom Bodengrund aufgenommen, durchkaut und feinste Bestandteile und Mineralien werden dabei dem Verdauungstrakt zugeführt.

Einrichtung:
Dies sollte man auch bei der Einrichtung eines Tropheusbeckens beachten.

Meine Becken sind vom Bodengrund her mit Kies der Stärke 0,2-2mm bestückt. Als Einrichtung haben sich Flusskiesel, Lochsteine und Sandstein bewährt.  Je nach Tropheus-Gruppenstärke sollten die Becken von der Größe ab 120x60x50cm aufwärts beschaffen sein.

Die Wassertemperatur sollte zwischen 24°C und 27°C liegen. Wenn möglich und man will,  kann man so auch die Temperaturunterschiede vom Winter zum Sommer im Becken nachgestalten.

Beleuchtet werden meine Becken von Triton-Röhren, die die Farbenpracht, vor allem die Rottöne sehr schön zur Geltung kommen lassen.

Haltung/Gruppenstärke/Zusammensetzung:
Gepflegt werden die Tropheus ab einer Gruppenstärke von 10 Fischen. Das ist die absolute Untergrenze. Je mehr, desto schöner und vielseitiger sind auch die Verhaltensbeobachtungen. Es können auch mehrer Arten zusammengehalten werden. Dabei sollte man jedoch beachten, dass nicht genetisch eng verwandte Tropheusarten vergesellschaftet werden. Grundlegend kann ich hier auf die genetischen Linien, die Peter Schupke in seinem Buch Tropheus beschrieben hat, verweisen. Ansonsten kann man als Faustregel nördliche und südliche Rassen ohne Probleme miteinander halten.

Ich selbst halte so z.B. eine Gruppe von 15 Tropheus murago yellow mit einer Gruppe von 25 Tropheus sp. Red Brabant zusammen in einem 165x60x50-Becken.

Ansonsten ist eine Vergesellschaftung mit anderen Aufwuchsfressern möglich. Sehr schön zu beobachten sind dabei die verschiedenen Tanganjikaclownarten (Tanganicodus, Eretmodus,Spathodus). Bei einer entsprechenden Beckengröße kommen auch Petrochromisarten in Betracht aber auch Julidochromis- und Lamprologusarten sollen möglich sein.

Fütterung und Pflege:
Es empfiehlt sich, da die Tropheus ja in der Natur ständig am Fressen sind, mehrmals am Tag in kleinen Mengen zu füttern. Ich selbst schwöre auf die Spirulina-Flocke. Ansonsten müssen die Futtersorten einen sehr hohen Anteil an Grünalgen enthalten, damit der Nahrungstrakt der Fische nicht verstopft und sie nicht, bei zu hohem Nährstoffanteil in der Nahrung, verfetten.

Dementsprechend werden ihre Tropheus Stoffwechselendprodukte ausscheiden und das Wasser wird schnell mit Nitrat als Endprodukt der denitrifizierenden Bakterien belastet. Ein Teilwasserwechsel von bis zu 50% ist so spätestens alle 14Tage zu empfehlen, je öfter desto besser und umso farbenprächtiger die Fische.

Zucht: Für die Zucht ist es aus meiner Erfahrung nicht immer notwendig mehr Weibchen als Männchen in der Gruppe schwimmen zu haben. Auch Gruppen im Verhältnis 1:1 erbrachten viele NZ. Ich selbst bin kein Freund von gewaltsam geholten Jungtieren - sprich "Schütteln". Viele kleine Steinaufbauten oder im Baumarkt erhältliche Hohlziegel erfüllen sehr gut den Zweck, die Jungen mit fürsorglicher Pflege der Mutter und Verteidigung gegenüber anderer Beckeninsassen aufwachsen zu lassen. Falls genügend Becken zur Verfügung stehen, kann man das Weibchen auch nach ca. zwei Wochen separieren und austragen lassen. Das Hinzusetzen zur Gruppe danach gestaltet sich als kein Problem. Bei guter Fütterung wachsen die kleine Tropheus oder wie ich sie auch gern als Terrorkrümel bezeichne rasch heran. Bei agressiven Arten sollte man auf eine Beckeneinrichtung versichten, da sonst schnell Reviere ausgemacht werden, die dann beherzt verteidigt werden. Ausfälle bei den Kleinen infolge des Dauerstresses sind so keine Seltenheit.