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Freitag, den 25. Juni 2010 um 16:32 Uhr

Sandcichliden kommen im See in den küstennahen Bereichen mit größeren Sandflächen bis in tiefere freie Sandflächenzonen vor. Sie ernähren sich von Kleinstlebewesen, die sie aus dem durchgekauten Sand aufnehmen. Ihr stromlinienförmiger Körper verrät schon ihr Verhalten in Gefahrensituationen, sie flüchten. Zu den Sandcichliden gehören die Enantiopus-, Callochromis-, Reganochromis- und Xenotilapiaarten.

Aquarium:
Dies sollte man bei der Einrichtung eines Sandcichlidenbeckens berücksichtigen.

Das Becken sollte eine Länge von mindestens 1,20m haben und mit feinem Kies ausgestattet werden. Vereinzelte Steine dienen als Revierabgrenzung und bieten Schutz. Da sie teilweise sehr schreckhaft sind, ist eine Abdeckung Pflicht.

Ansonsten sind es leicht zu pflegende Fische.

Ernährung:
Im Futter sind die Arten unterschiedlich anspruchsvoll. Meine gepflegten Enantiopus fraßen alles, was ihnen vor das Maul kam (Cyclops, Artemien, weiße Mückenlarve, Lobstereier), auch frisch entlassene Jungfische der eigenen Weibchen. Gern wurde auch Trockenfutter bis hin zur Spirulina-Flocke aufgenommen.

 

Zucht:
Die Sandcichliden kommen in ihrer frühen Jugend meistens in  Schwärmen vor. Später bilden sich daraus feste Paare, wie bei z.B. einigen Xenotilapiaarten, die biparental Brutpflege betreiben oder die Vermehrung erfolgt indem die Weibchen aus der Gruppe heraus ihre auserwählten Männchen in ihr Brutrevier folgen, um dort abzulaichen. Alle Formen gehören zu den Maulbrütern, entweder die Weibchen tragen allein aus oder wie schon oben genannt, übergeben die Weibchen nach der Hälfte der Brutzeit die Jungen dem Männchen, der sie dann entlässt. Im zweiten Fall wird die Brut auch noch später geschützt und beide Partner nehmen die Jungen bei Gefahr auf.

Falls man Glück hat und bei den Biparentalen ein Pärchen ergattert, reicht es vollkommen aus. Ansonsten sollte man sich das Paar aus einer kleinen Gruppe herausfinden lassen.

Die anderen Vertreter sollte man in Gruppen ab sechs Fischen halten. Wer viel Farbe im Becken haben möchte, kann ruhig einen Männerüberschuss in der Gruppe haben. Die Verhaltensbeobachtungen sind dann umso spannender.

Vergesellschaftung:
Sandcichliden lassen sich am besten mit Cyprichromisarten vergesellschaften. Fadenmaulbrüter kommen durch gleiche Revieransprüche nicht in Frage.

 

Zuletzt aktualisiert am Freitag, den 25. Juni 2010 um 17:03 Uhr